Es ist halt alles wahr, was man über die Wirkung von Musik sagt. Musik ist pure Emotion, es ist das, was dich weinen lässt oder feiern oder trauern, was dir die Hühnerpelle auf die Haut treibt. Oftmals stecken dort Menschen dahinter, die die Musik mit eben einer solchen Emotion machen. Und genau das sind: Dynamite Funk.
Spätestens als Sänger und Bassist Simon Engelbert "die Ladies" (Bild) auf die Bühne bittet und die ersten Töne des En Vogue Klassikers "Free your Mind" über die Lautsprecher laufen, dürfte es beim ein oder anderen schon soweit gewesen sein. Mit viel Energie und Spielfreude wurde der Funk zelebriert. Ein Abend, denkwürdig, nicht nur durch den entsprechenden Anlass. Sondern auch weil dort eine Band steht, die sich häutet. Die die Songs, die sie covern, selbst feiern und lieben. Liebe ist das richtig Wort. Die kommt mal energetisch, geballt und mal sanft und auf zarten Sohlen daher. Doch ist sie immer authentisch.
Dynamite Funk und die D-Funk-Society zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Musiker für sich absolute musikalische Klasse zeigt, aber als Band zusammen unschlagbar ist. Das Zusammenspiel, zum Beispiel mit Isaac Roosevelt, dem The Voice-Teilnehmer, der nicht nur mit großartiger Stimme, sondern auch als Unterhalter glänzt, ist wunderbar zu sehen. Hier ergänzen sich Menschen, die mit Emotion an die Sache rangehen und dabei den Spaß nicht aus den Augen verlieren. Eine Einschränkung muss jedoch gemacht werden. Saxofonist Carlos Wagner ist schon einer der heimlichen Stars. Da seine Soli mit einer wunderbaren Eleganz vorgetragen werden, wird er von den anwesenden Damen, völlig zurecht, immer wieder lautstark gefeiert. Doch das schmälert die Leistung der übrigen Anwesenden in keinster Weise.
Dynamite Funk ist eine Band, die im Verbund perfekt funktioniert. Nicht immer ist alles durch choreographiert, aber immer musikalisch spitze. Es hat riesig Spaß gemacht.