Film der Woche
01.06.2017 hunderttausend.de  
Baywatch

Die roten Badeanzüge sind zurück

​Sommer, Sonne, Strand. Wohlgeformte Körper, gestählte Muskeln und pralle Brüste kann man ab dem 01. Juni 2017 auch im Kino bewundern. Baywatch, die Kultserie der 90er, hat es auf die große Leinwand geschafft und wartet mit einer neuen Generation von Rettungsschwimmer*innen auf. Unser Film der Woche. 

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​Miami Beach wird von Mitch Buchannan und seinem Team beschützt. Als Rettungsschwimmer*innen sorgen sie dafür, dass unter der strahlenden Sonne niemand ertrinkt oder andere kleinere und größere Katastrophen geschehen. Gerade werden per Ausscheidungswettlauf drei neue Rekruten gesucht, einen Platz davon möchte der Vorgesetzte Captain Thorpe gerne mit dem in Ungnade gefallenen Staffelschwimmer Matt Brody besetzen, der zwei Goldmedaillen gewonnen hat und zu Promo-Zwecken hervorragend geeignet wäre. Leider ist der junge Sportler charakterlich nicht gerade unproblematisch und nicht wirklich teamfähig. Hinzu kommt noch, dass am Beach Drogen gedealt und andere Verbrechen begangen werden, weshalb Mitch sich gemeinsam mit seiner Baywatch-Crew auf Gangsterjagd macht und gegen die undurchsichtige Immobilienmaklerin Victoria Leeds ermittelt.

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Baywatch also. Nach elf Staffeln und 245 Folgen, die inhaltlich eher mau bestückt waren, dafür aber viel nackte Haut und Strandphilosophen zeigten, ist die Serie unbestritten Kult, denn irgendwie muss man es ja geschafft haben, sich über zehn Jahre lang im TV zu behaupten. Seth Gordon übernimmt jetzt beim Kinofilm die Regie, das Drehbuchautoren-Duo Damian Shannon und Mark Swift sorgt für den Inhalt. Leider ist die krude Story mit actiongeladenem Showdown eher ein unpassender Anzug für den Film, der vor allen Dingen auf Gags absieht und sich dabei, im Gegensatz zum bierernsten Serienoriginal, absolut nicht ernst nimmt. Bei Focus heißt es etwa: "In Baywatch schwingt stets eine gehörige Portion Humor mit. [...] Vor allem die Chemie zwischen Dwayne Johnson und Zac Efron stimmt zu 100 Prozent." Die beiden männlichen Hauptdarsteller überzeugen dabei vor allen Dingen mit ihren muskelbepackten Körpern, aber im Vergleich zu den Serien-Vorbildern ist ein schauspielerischer Aspekt zumindest existent, wie die Süddeutsche bemerkt. Die Kritiken zum Film fallen weitestgehend negativ aus, doch mit der richtigen Erwartungshaltung kann Baywatch dennoch sehbar sein. Wer inhaltlich gehaltvolle Kinounterhaltung mag, sollte statt ins Kino vielleicht lieber selbst an den nächsten See oder Strand fahren. Diejenigen, die sich mit etwas präpubertärem Humor und recht amüsanten Seitenhieben auf die zeitgenössische Popkultur unterhalten möchten, für die dürfte der Film einige Lacher bereithalten. 

In Kooperation mit dem Broadway Filmtheater präsentieren wir regelmäßig den Film der Woche. 

Foto: Paramount Pictures

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