Gewinnspiele
13.01.2020 Jana Ernst Jana Ernst
13 Crowes spielen im Februar im Mergener Hof

Von Peaky Blinders und Box-Lizenzen

​​​Am 21. Februar 2020 spielt die schottische Band 13 Crowes im Mergener Hof. hunderttausend.de hat sich vorab mit Frontmann Cammy Black über Trier, das Geheimnis seiner Stimme und das neue Album Solway Star unterhalten. Außerdem gibt es 3x2 Tickets für die Show zu gewinnen.

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hunderttausend.de: Ihr spielt ziemlich regelmäßig Konzerte in Trier. Was bringt euch immer wieder hierher zurück?

Cammy Black: Fabi von Homebound Records, er ist eine Nervensäge! Nein, das war nur ein Scherz. (lacht) Wir achten darauf, dass wir immer auch in Trier sind, wenn wir nach Deutschland kommen. Trier war eine der ersten Städte, in denen wir in Deutschland gespielt haben und die erste, in der wir ein paar wirklich gute Kumpels kennengelernt haben. Es ist immer toll, sie wiederzusehen! Wenn einer unserer Freunde aus der Heimat uns in Deutschland besuchen will, sagen wir ihm, er soll nach Trier kommen: Schöne Stadt und schöne Menschen!

​Und was ist deiner Meinung nach das Beste am Touren allgemein?​

Das ist eine Klischee-Antwort, aber einfach jeden Abend für Leute spielen, ihnen mit unseren Liedern Geschichten erzählen. Mit den Jungs zusammen sein und sich mit Freunden auf der Straße treffen.

Nach eurem ersten Konzert in Trier im Dezember 2016 stellte eine meiner Kolleginnen die Hypothese auf, dass du - um deine raue Stimme zu behalten - bestimmt jeden Morgen mit gutem schottischen Whiskey gurgeln und dabei viele Zigaretten rauchen müsstest. Irgendwelche Kommentare zu dieser (zweifellos sehr wahrscheinlichen) Annahme?

(Lacht) Das mit dem Rauchen stimmt leider​, obwohl ich wirklich aufhören muss! Diesmal habe ich eine Woche nach Tour-Ende einen Kampf​​ (Cammy Black ist Boxer, Anm. d. Red.), also werde ich versuchen das Rauchen durch Joggen zu ersetzen. Whiskey - eher weniger. Ich trinke überhaupt nicht mehr.​ Obwohl die Leute automatisch denken, dass du Whisky trinkst, wenn du aus Schottland kommst! Das letzte Mal als ich in Deutschland war, brachte ein Kerl zwei Whiskey auf die Bühne und ich habe sie beide geext. Ich dachte, es würde blöd aussehen, wenn ich es nicht mache. Der Whiskey hat sofort reingehauen. Ich habe mich wieder ans Mikro gestellt und Bette Midlers The Rose gesungen. Mir war nicht mal klar, dass ich den Song überhaupt kenne! Also nein, lieber keinen Whiskey (lacht).

Zur Veröffentlichung eures neusten Songs Romantically Broke, hieß es, er würde sich viel mit deinem Leben beschäftigen. Können wir das als Hinweis auf die Themen des kommenden Albums Solway Star nehmen?

Ja, ich würde sagen das ist ein ziemlich solides Thema für das gesamte Album. Ich schöpfe oft aus meinen eigenen Lebenserfahrungen oder aus denen der Menschen, die ich getroffen habe und die ich kenne. Der Name Solway Star und der Titelsong sind von meinem Ur-Ur-Großvater inspiriert. Solway Star war eine alte Fußballmannschaft in Annan. Als ich ein Kind war, hing in unserem Haus ein Mannschaftsfoto von etwa 1912. Ich habe mich immer zu meinem Urgroßvater hingezogen gefühlt, der oben rechts auf dem Foto stand, gekleidet wie ein Peaky Blinder mit einem Handtuch über der Schulter. Ich wurde regelrecht besessen davon und dachte exzessiv über sein Leben nach und über die Zeit, in der er lebte. Er starb im Krieg, als er 30 Jahre alt war. Er war der Anfang von allem!

Ich bin sehr glücklich, dass die Jungs mir mit dem Schreiben und dem lyrischen Inhalt freie Hand lassen. Sie widmen sich mit ganzem Herzen den verrückten Ideen, die ich immer wieder habe (lacht).

Wird Solway Star die Singles enthalten, die ihr seit Young Poets veröffentlicht habt?​​

Ja, genau. Das Album enthält alle vier Singles seit Young Poets.


Mehr als drei Jahre sind seit eurer Debüt-EP The Dividing Line vergangen. Was hat sich seither für euch als Band verändert?

Die Besetzung der Band hat sich geändert, seit wir The Dividing Line aufgenommen haben. Dann ist Ross (Dickson, Anm. d. Red.) nach der ersten Tour ausgestiegen. Wir vier sind weitergegangen, viele Meilen gereist und es gab eine Menge touch and go Momente, in denen wir uns an den Köpfen kratzten und uns fragten, wie wir das schaffen sollen. Nicht nur mit der Band, sondern auch mit allem anderen! (Lacht) Wir sind alle gespannt auf 2020, es fühlt sich großartig an!​

Weltweit machen die aktuellen politischen Entwicklungen vielen Menschen Angst. Was gibt dir Hoffnung für die Zukunft?

Was mir Hoffnung gibt, ist, dass Boxen so populär ist, wie es noch nie zuvor war... Und sie scheinen heutzutage jedem eine Profi-Lizenz zu geben, solange es Geld einbringt. So wie diesen YouTuber-Idioten. Ich kann mich gerade nicht an ihre Namen erinnern.

Also: Hoffentlich kann das Boxing Board of Control Lizenzen für Leute wie Trump und Boris Johnson vergeben. Dann können sie ihren eigenen Sch**ß im Ring regeln und eine Menge Geld und eine Menge Leben retten! Das ist es, was mir Hoffnung gibt!​

Und die Tatsache, dass Schottland, wenn diese Brexit-Sache passiert, innerhalb kürzester Zeit aus dem Vereinigten Königreich austreten wird.


​Am 24. Januar erscheint Solway Star, das zweite Studio-Album von 13 Crowes. Am 21. Februar stehen die vier Schotten dann zusammen mit Stumfol und Jawknee Music ​​auf der Bühne im Mergener Hof. Zusammen mit Homebound Records verlost hunderttausend.de 3x2 Tickets für die Show.

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​Tickets gibt es regulär im Vorverkauf für 16,15 Euro.


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