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19.10.2016 Julia Nemesheimer Julia Nemesheimer
White Lies Live

Friends

​Am vergangenen Montagabend, den 17. Oktober 2016, war White Lies zu Gast im den Atelier. Viele Synthies, noch mehr Pathos und der gewohnte 80er-Anstrich lockten rund 500 Fans zum Wochenstart in die Konzerthalle. hunderttausend.de war mit der Kamera dabei. 

 
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​2009 wurde man auf die Band aus London erstmals so richtig aufmerksam. Damals erschien das düstere "To Lose My Life", es folgten etliche Festival-Auftritte und inzwischen ist man beim vierten Studioalbum "Friends" angekommen. Seit dem Vorgänger "Big TV" ist etwas Zeit ins Land gegangen, aufgenommen wurde das neue Material im Studio von Bryan Ferry. In einem Interview erzählte Sänger Harry McVeigh über die alten Synthesizer von Roxy Music, die auch im Sound von White Lies zum Einsatz kommen. Man bleibt also weitestgehend den Wurzeln treu, wird allerdings etwas weniger düster wie noch beim Debütalbum, singt aber immer noch mit jeder Menge Pathos und übermächtigen Refrains über verflossene oder unerwiderte Liebe und ähnlich tragische Begebenheiten. Weniger düster ist auch die Bühnenbeleuchtung. Bei der Setlist jedoch konzentriert man sich insbesondere auf die großen Hits von "To Lose My Life" und neue Stücke von "Friends". Mit "Bigger Than Us" ist immerhin ein Song des 2011 Werks "Rituals" mit dabei und auch von "Big TV" kommen immerhin drei Lieder in das 18 Stücke umfassende Programm. So freut man sich über die düsteren Lieblingsstücke der Anfangstage wie den titelgebenden Track und "Death" genauso wie beispielsweise über das neue "Summer Didn't Change A Thing". Ein runder Auftritt der Briten, die das Atelier zum Wochenstart immerhin zur Hälfte füllen konnten. Dem Rezept der Anfangstage bleibt man weitestgehend treu, was nicht schlecht, aber nur semi-innovativ und definitiv Geschmacksache ist. 

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