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24.10.2016 Simon Engelbert Simon Engelbert
The Sweet

Alt-Rocker

​Am vergangenen Sonntag waren die vier Herren von The Sweet zu Gast in der luxemburgischen Rockhal. Die Kultband aus den 70ern war damals die erfolgreichste Glam-Rock-Gruppe. hunderttausend.de hat sich angeschaut, wie sich die Briten 2016 schlagen. 

 
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Krasser könnte der Kontrast in der Rockhal an diesem Sonntag nicht sein. In der Haupthalle springen die durchtrainierten eingeölten Herren der Chippendales über die Bühne und in der Nebenhalle, dem Club, stehen die vier deutlich in die Jahre gekommenen Rocker von The Sweet bereit.
Doch wer glaubt, dass die Herren um den 67-jährigen Andy Scott sich in Sachen Power hinter den Strippern der Nachbarhalle verstecken müssten, irrt.

Mit ein paar Minuten Verspätung, dafür ohne Vorband, kommen die vier Briten auf die Bühne. Begleitet von einem monumentalen Intro mit aufflackernden Lichtern, fetten Bässen und ungeduldig jubelnden Zuschauer beginnt die Show.

Vom ersten Takt an hat die Kultband die Fans gepackt. Die singen mit, klatschen und lassen ganz schnell das Gefühl aufkommen, die Halle sei voller als sie tatsächlich ist. Die großen Zeiten der Band scheinen vorbei, der Tourplan ist hauptsächlich mit kleineren Hallen auch in ländlicheren Regionen gefüllt. Aber auch diese Locations füllen die Herren nicht mehr. Blickte man durch den kleinen Club der Rockhal, bemerkte man, dass dieser maximal zu zwei Dritteln gefüllt war.

Leider völlig unberechtigt, denn in Sachen Rock, haben die vier Alt-Rocker noch nichts verlernt.
Die Gitarren-Riffs sitzen, der Schlagzeuger treibt die Band mit ordentlichem Dampf voran und die Chöre sind auf den Punkt. Es war rundum ein gelungener Rockabend. Auch wenn man sich mehr Zuschauer gewünscht hätte. Die Band ist es wert.

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