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22.04.2017 Simon Engelbert Simon Engelbert
Drummerlegende Steve Gadd spielt mit seiner Band in Luxembourg

Der Frontmann im Hintergrund

​Am gestrigen Freitag, den 21. April 2017, war Steve Gadd mit seiner Band in Luxemburg zu Gast. Auf der "Way Back Home"- Tour begeisterte der Drummer seine Fans im den Atelier. hunderttausend.de war mit der Kamera dabei. 

 
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Es gibt unzählige Spitzenmusiker auf der Welt, die alle maßgeblich für den Sound und
die Perfektion auf CDs und bei Live-Shows der großen Stars verantwortlich sind. Meist kennen wir sie nicht und schenken ihnen viel zu selten Beachtung. Doch einige Wenige dieser Zunft aber haben sich im Laufe der Jahre einen Namen gemacht.
Der 1945 in den USA geborene Schlagzeuger Steve Gadd zählt zweifelsohne zu den Größten des Geschäfts. Er spielte mit Paul Simon und Art Garfunkel das legendäre „Concert in Central Park“, ist Haus und Hof Drummer von Eric Clapton und arbeitete mit Namen wie Frank Sinatra, Paul McCartney, Joe Cocker, den Bee Gees, Al Jarreau und vielen, vielen mehr.
Dabei kennt Gadd nahe zu keine musikalische Grenze. Von softem Jazz, über Fusion bis hin zu erdigem Rock ist er ein Perfektionist. Er zählt nicht um sonst zu den einflussreichsten Drummern unserer Zeit. Kein Wunder also, wenn sich jemand dieses Kalibers einmal eine eigene Band zusammenstellt, dass seine Entourage aus nicht weniger begabten Musikern besteht.
Diese Supergroup des Jazz, unter anderem mit dem legendären Gitarristen Michael Landau und Walt Fowler an der Trompete gastierte vergangenen Freitag im Rahmen des vom Luxembourg City Tourist Office organisierten „Printemps Musical“ Festivals im den Atelier in der Rue de Hollerich. Des weiteren brachte Gadd den Pianisten Kevin Hayes und den Bassisten Jimmy Johnsen mit.
Das Publikum erwartete mit Spannung die Show und begrüßte den Schlagzeuger schon vor dem ersten Ton mit frenetischem Applaus. Man wusste genau, was man zu erwarten hatte. Und man wurde nicht enttäuscht. Gadd und seine Mannen boten Jazz auf absolutem Höchstniveau. Von soften Balladen bis hin zu treibendem Fusiongroove war alles dabei. Aber vor allem gab es viel Platz für Soli. Zu oft enden allzu lange Improvisationen schnell in Langeweile bei den Zuhörern, doch Gadd, Landau und Co. konnten die Spannung den ganzen Abend aufrecht erhalten und sorgten am laufenden Band für Aha-Erlebnise und beeindruckte Gesichter. 

Die Steve Gadd Band ist wie nicht anders zu erwarten Champions League in Sachen Musik.


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