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16.06.2018 Julia Nemesheimer Simon Engelbert
Kontra K

Porta Hoch Zwei

​​Der Freitagabend des Porta hoch drei Festivals stand ganz im Zeichen des Hip-Hop. Kontra K war geladen und mit ihm kamen Scharen von Jugendlichen, um ihr Idol zu feiern. Photogroove war für hunderttausend.de mit der Kamera dabei. 

 
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​​Der Hip-Hop ist endlich auch vor der Porta angekommen. Mit dem Berliner Rapper Kontra K war 2018 endlich auch dieses Genre bei der Open Air-Reihe vertreten, die seit 2015 bekannte Künstler*innen und Bands vor das Wahrzeichen der Stadt lockt. Dadurch, dass Kontra K innerhalb der vergangenen drei Jahre eben so viele Alben veröffentlichte, die alle auf der Pole Position der Charts landeten und seine Videos bei youTube millionenfach geklickt werden, konnte man hier auf ein relativ sicheres Pferd setzen. Tatsächlich war der Gig nahezu ausverkauft und insbesondere Jugendliche fanden sich vor der Bühne ein. Dort feierten sie den tätowierten Rapper, der vergangenen Monat sein insgesamt siebtes Album Erde und Knochen auf den Markt brachte. 

Seine Show bot keine Überraschungen - die Songs von Kontra K sind thematisch zumeist ähnlich, im Grundtenor geht es um Motivation, Loyalität und darum, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern das Beste aus sich zu machen. Nicht unbedingt abwechslungsreich, aber dennoch kommt es bei den zumeist sehr jungen Hörer*innen an. Dabei geht der Rapper mit gutem Beispiel voran, macht seit Jahren Kampfsport und arbeitet als Trainer, insbesondere für Berliner Jugendliche zur Stärkung des Selbstwertgefühls. Live wird er dabei von einer Band begleitet, wobei die Show an sich unspektakulär erscheint, den Höhepunkt bildet etwas Pyrotechnik. Mit einer der Hauptgründe für einige Anwesenden zu besuchen dürfte allerdings wohl auch der muskulöse und definierte Oberkörper des Berliners gewesen sein, der sich durchaus sehen lässt. Für manche dürfte dies, ebenso wie die Themenauswahl, dezent oberflächlich wirken, nichtsdestotrotz hebt sich Kontra K mit seiner positiven Message deutlich von seinen Kollegen aus der Sparte Gangster-Rap ab. Für sein junges Publikum war es ein Highlight. 

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