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19.06.2018 Julia Nemesheimer Simon Engelbert
The Offspring / Anti-Flag

Punk der 90er

​​In dieser Woche stehen einige Urgesteine auf der Bühne der Rockhal. Den Montag eröffneten die Punk-Dinos von The Offspring mit Anti-Flag an ihrer Seite, deren Gründung nicht einmal zehn Jahre auseinander liegt. Die Main-Hall war ausverkauft und hunderttausend.de mit dabei. 

 
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​Die Helden der Jugend lockten tatsächlich rund 6000 Zuschauer in die Main Hall der großen Konzertlocation in Esch-sûr-Alzette. Bereits sei 1986 macht The Offspring die Bühnen der Welt unsicher, ein Zwischenstop im Großherzogtum wurde allerdings erstmals 2018 eingelegt. Premiere also und die gleich mal ausverkauft - und das trotz eher mäßigen musikalischen Erfolgs in den vergangenen Jahren. Auch die Vorband kann sich dem anschließen. Anti-Flag gibt es seit Anfang der 90er und den großen Durchbruch erlebten die Polit-Punker 2001 mit Underground Network. Unermüdlich touren die US-Amerikaner durch die Welt und legen dabei gerne in Deutschland oder jetzt in Luxemburg mal ein Gastspiel ein. Die Fans bekamen, was sie erwartet hatten: politischen​ Punk mit einer soliden Show, Interaktion mit und im Publikum sowie eine Reihe von Klassikern aus dem eigenen Repertoire. Gedankt wurde es damit, dass viele bereits für die Vorband anwesend waren. ​

Schließlich dann der eigentliche Headliner: The Offspring hat inzwischen über 30 Jahre Bühnenerfahrung hinter sich. Die großen Hits lagen alle in den 90ern und wie bereits erwähnt, waren die jüngsten Alben nicht mehr allzu begehrt. Entsprechend besannen sich die Herren aus Orange County auf ihre Erfolgstage und lieferten eine Best-Of-Setliste ab. Pretty Fly (For A White Guy) war ebenso vertreten wie The Kids Aren't Alright, Why Don't You Get A Job oder zum Schluss Self Esteem. 

Die Bands des Abends lieferten eine ordentliche Leistung ab, ohne dabei auf Überraschungen oder Innovation zu setzen. Stattdessen gab es eine Zeitreise zurück in die (Jugend der) 90er und damit den Beginn einer ganzen Woche voller Reminiszenzen an die "gute alte Zeit", wie man ja inzwischen schon fast sagen könnte.​​

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