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09.08.2017 Julia Nemesheimer  
Metallergrillen 2017

Metal-Wochenende!

​Am ersten Wochenende im September wird es laut in der Pfalz, genauer gesagt in Katzenbach bei Rockenhausen. Vom 01. und 02. September 2017 findet das Metallergrillen statt. hunderttausend.de hat mit den Veranstaltern Alois und Siggi Fuchs gesprochen und verlost zweimal zwei Eintrittskarten!

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​hunderttausend.de: Ein kleines Festival von Metalheads für Metalheads, das mit familiärer Atmosphäre, günstigen Bierpreisen, bekannten Bands und allem, was das Metallerherz sonst noch begehrt, aufwarten kann. Wie kam es dazu?

Alois & Siggi Fuchs: Im Jahre 2006 hatten einige Metalheads in der Nordpfalz die Idee einen Grillabend zu veranstalten um die Rock- und Metal Szene der Nordpfalz zu beleben und zu einen. Was mit 20-30 Headbangern anfing, wuchs bis 2009 zu einer Veranstaltung mit rund 350 Besuchern an. Also stand die Überlegung im Raum, wie wir weitermachen. Daraufhin veranstalteten wir 2010 das erste Mal "Metallergrillen" als offizielles Festival. Was von Anfang an jedoch klar war: Auch als Festival soll nichts kommerzialisiert werden, das heißt wir wollen nichts verdienen. Unsere Kosten müssen gedeckt sein und die Besucher und Bands sollen ihren Spaß haben.

Ein Festival zu organisieren ist kein Zuckerschlecken. Wie viel Zeit geht dafür drauf, alles zu planen und zu bewerkstelligen? Entschädigt das „fertige" Festival dann für all die Mühen der vergangenen Monate oder hat man hin und wieder den Wunsch einfach alles hinzuschmeißen?

In der Regel heißt es nach dem Festival ist vor dem Festival. Du kannst davon ausgehen, dass die Planungen circa 15 Monate vor dem eigentlichen Festival losgehen. Die Zeit, die dafür draufgeht, ist schwer einzuschätzen. Wenn wir das gesamte OrGa Team nehmen, dann sind das übers Jahr gesehen einige hundert Stunden. Dazu noch Auf-und Abbau, der etwa anderthalb Wochen dauert plus die vielen freiwilligen Helfer während des Festivals - da kommt schon einiges zusammen.

Sobald das Festival läuft, die Gäste und auch die Bands glücklich und zufrieden sind, überkommt einen schon das Gefühl "jawoll, alles richtig gemacht". Natürlich gibt es manchmal Situationen oder Schwierigkeiten, wo man sagt, es reicht, aber dann gehts doch immer wieder weiter.

Bei euch gibt es die Krautsurf Weltmeisterschaft, die traditionell fester Bestandteil des Festivals ist. Erzähl uns ein bisschen dazu!

Da gibts nicht allzu viel zu erzählen, das muss man gesehen haben. Man stelle sich folgendes vor: Eine Plane à 20 x 1,5m, 2 Zentner Sauerkraut auf dieser Plane verteilt und ganz viele Metalheads, die rutschend versuchen in diesem Sauerkraut die weiteste Strecke zu erschlittern. Jetzt fragt man sich, wie kommt man auf so eine Idee? Nun während des Konsums einiger Fläschchen Bier in illustrer Runde wurde über Stefan Raab gesprochen und wir waren einhellig der Meinung: Was der kann, können wir auch. Also kreierten wir die Krautsurf WM. Zur Erklärung: Viele kennen ja das sogenannte Crowd-Surfen, also das Surfen über eine Menschenmenge hinweg, daher die Wortkreation Krautsurfen.

Euer Festival schreibt auch die Inklusion groß, seit vergangenem Jahr gibt es eine Kooperation mit dem evangelischen Diakoniewerk Zoar. Was machen die genau und wie sieht die Kooperation aus?

Das Diakoniewerk Zoar bietet Menschen mit Behinderung aller Altersgruppen Unterstützung und Förderung, um den Lebensalltag zu meistern.  Dies geschieht in Form von Wohnstätten, betreutem Wohnen, Werkstätten und so weiter. Wir vom Metallergrillen Open-Air möchten, dass auch diese Menschen mit dem entspannten Live-Style des Heavy Metal in Berührung kommen, diesen erleben und leben. Somit gewähren wir den Bewohnern der Zoar Wohnstätten sowie deren Betreuern freien Eintritt zum Festival. Was natürlich auch für uns bedeutet die Infrastruktur entsprechend bereitzustellen wie zum Beispiel behindertengerechte WC´s und eine Fläche für diese Menschen, damit sie auch in jedem Fall was vom Konzert mitbekommen.

Auch in diesem Jahr konntet ihr einige bekannte Bands nach Katzenbach locken, darunter die Thrash Metal Band Tankard, die 2017 35-jähriges Jubiläum feiern, oder Battle Beast aus Finnland. Auf welche Gruppe freut ihr euch persönlich dieses Jahr am meisten?

Tja, das ist schwer, wir haben so viele gute Bands am Start, alleine fünf unserer 16 Bands haben in den letzten Monaten ihre neuen Alben in den deutschen Albencharts zwischen den Plätzen 14 bis 56 platziert. Rein persönlich freue ich mich natürlich auf Battle Beast, Double Crush Syndrom und Bloodbound.  

Um alles bewerkstelligen zu können, gibt es sogar den Verein zur Förderung der Rockmusik Westpfalz e.V.. Wie kann man euch, etwa von Trier aus, unterstützen? Braucht ihr auch Hilfe vor Ort? 

Gut, dass Du das ansprichst. Vor dem ersten Metallergrillen Open-Air haben wir diesen Verein gegründet. Sinn und Zweck sollte ja auch von Anfang an sein, Nachwuchsbands eine Plattform zu bieten. Frau und Mann kann natürlich Mitglied werden. Dank der sogenannten neuen Medien kann man uns von überall unterstützen, sei es in Form von Werbung durch Flyer oder Plakate, sei es durch Postings oder Webseitenbetreuung und so weiter.

Vor Ort benötigen wir auch Unterstützung. Ohne viele fleißige Helferlein ist ein solches Festival nicht zu stemmen. In 2016 hatten wir rund 170 Helfer nur während der Veranstaltung im Einsatz ohne die Helfer für Auf- und Abbau. Also wer noch Interesse hat, uns ehrenamtlich während der Veranstaltung, beim Auf- oder Abbau zu unterstützen, der melde sich bitte unter helfer@metallergrillen.de

Zum Schluss noch Organisatorisches: Was muss man beachten, wenn man zu euch kommen will und ein entspanntes Wochenende verbringen möchte?

Das Allerwichtigste: Gute Laune mitbringen. Wie bei jedem Open-Air gibt es natürlich einige Regeln zu beachten. Bei uns darf kein Glas aufs Gelände und uns wurde das Grillen feuerpolizeilich untersagt. Aber auch hier haben wir eine Lösung: ein großer Gemeinschaftsgrill.

Bei unseren Preisen braucht sich niemand zwingend selbst zu verpflegen. Als Beispiel: Pommes gibts für 2,00 Euro oder in großes Steak für 3,50 Euro. Unser Frühstück (Rührei, Brot und Kaffee) gibt es für schlappe 2,50 Euro. Bei den Getränken ist es ähnlich, beispielsweise kostet ein Liter Wasser 3,00 Euro, die gleiche Menge Bier gibts für 5,00 Euro. 

Die Wochenendtickets mit Camping für 33,00 Euro werden bald ausverkauft sein. Also hier heißt es ranhalten. Tickets ohne Camping für 27,00 Euro sowie Tagestickets wird es unlimitiert geben.

Foto: Wolfgang Fuchs / wtFOX Photography

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