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19.06.2018 Julia Nemesheimer Simon Engelbert
Megadeth

Thrash-Metal-Legends

​​Die Legenden-Woche geht weiter. Während in der Mainhall der Punk steppt, geht es in der Nebenhalle mit Thrash-Metal rund. Zu Gast ist Megadeth, Part der Big Four des Genres. Die Show war ausverkauft und in der aktuellen Besetzung zeigte die Band um Dave Mustaine, dass sie zu Recht zu den ganz Großen zählen. hunderttausend.de war mit dabei. 

 
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​Bevor Megadeth entstanden ist, spielte Dave Mustaine bei Metallica. Angeblich hat er seine eigene Thrash-Metal-Band gegründet, um seinen ehemaligen Bandkollegen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Immerhin hat er es geschafft in einem Atemzug genannt zu werden und gemeinsam mit Metallica, Slayer und Anthrax zu den Big Four zu zählen. 1983 wurde die Band erschaffen. Mit an der Seite hatte Mustaine Bassist David Ellefson. Dieser verließ die Band zwar 2002 bei der kurzfristigen Auflösung und war bei der anschließenden Wiederbelebung 2004 nicht mit am Start, kehrte aber 2010 wieder zurück. Mustaine ist als einziges beständiges Mitglied seit der Gründung mit an Bord. Die aktuelle Besetzung lässt Dirk Verbeuren am Schlagzeug sitzen und Kiko Loureiro an der Gitarre die Saiten schlagen. 
Nachdem die Line-Ups seit der Trennung eher dürftige Ergebnisse vorwies, scheint sich hier eine passendere Formation gefunden zu haben. Nicht nur haben die vier mit Dystopia ein Album aufgenommen, das durchaus als sehr solider Neustart bezeichnet werden kann, Megadeth tritt auch mit viel Spielfreude an diesem Abend auf. 

Bei der Setlist überwiegt ganz klar das 1990 veröffentlichte Album Rust in Peace, das mit sechs Songs vertreten ist. In solch stürmischen Zeiten kein Wunder, denn Politik, Krieg und die Umwelt stehen thematisch bei dieser Platte im Mittelpunkt. Aber auch Hits wie Symphony of Destruction oder Peace Sells durften nicht fehlen. Und so wundert es sich nicht, dass sich die oben genannten Sujets quer durch die Playlist ziehen und auch dieses Konzert politisch ebenso deutlich seine Meinung offenbart wie die Polit-Punker in der großen Halle nebenan. ​

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