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11.11.2017 Simon Engelbert Simon Engelbert
Albert Lee

Country-Boy in Dudelange

​Am gestrigen Freitag, den 11. November 2017, spielte der britische Gitarrist Albert Lee im opderschmelz im luxemburgischen Dudelange. hunderttausend.de war mit der Kamera dabei.

 
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Wenn große Musiker auf die Bühne gehen, brauchen sie eine Band. Für Session-Musiker ist es oft eine große Ehre neben den Stars aufzulaufen. Wählen Größen wie Eric Clapton oder George Harrision einen Bassisten oder Schlagzeuger aus, denkt man sich, gut, das können sie halt nicht selbst, aber wählen sie sich einen zweiten Gitarristen aus, dann muss dieser etwas ganz besonderes sein. Er muss diese Perfektionisten an ihrem Instrument mehr als nur beeindrucken. Er muss ein „Guitar Player's Guitar Player“ sein. Und nicht umsonst ist das der Spitzname von Albert Lee.
Der 74-Jährige ist der breiten Masse vielleicht namentlich nicht bekannt, aber gesehen hat ihn jeder.
Sein einzigartiges Spiel, sein Sound und seine Haarmähne sind nahezu legendär.
So begeisterte er auch vergangenen Freitag das Publikum im luxemburgischen Dudelange.
Nachdem der lokale Gitarrist Remo Cavallini mit seiner Band die Zuschauer im Centre Culturel „op der Schmelz“ mit groovigem Blues made in Luxemburg eingeheizt hat, kam der kleine Brite, der inzischen mit seiner Frau in Kalifornien lebt, auf die Bühne und brachte den Saal zu kochen.
Mit Leichtigkeit und mit immer noch sichtlich Spaß präsentierte Lee mit seinen Musikern die Songs. Nicht selten sah man in den Augen der Gitarristen im Publikum Fragezeichen und respektvolle Verwunderung über die Töne und Läufe, die er seinem individuell für ihn angefertigtem Instrument entlockte.
Selbstverständlich durfte sein Klassiker „Country Boy“ nicht fehlen bevor er die Bühne für „The Brew“ freimachte.

Es war ein Abend, der hielt was er im Vorfeld versprach: guter handgemachter Blues-Rock mit einem Touch Country.


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