Reviews
10.03.2016 hunderttausend.de Simon Engelbert
Sarah Connor Live

"Das Leben ist schön"

​Die erfolgreiche deutsche Sängerin ist derzeit mit ihrem Album "Muttersprache" auf Tour. Seit dem Release des Werkes singt Connor auf deutsch - nach 15 Jahren englischsprachiger Songtexte. Das kommt an - hunderttausend.de war beim Auftritt in der Arena am 09. März 2016 mit dabei.

 
Image

​Manch einer kennt Sarah Connor noch aus ihrer Anfangszeit, mit Songs wie "From Zero to Hero" oder ihr Debüt "Let`s get back to Bed - Boy!" und ihre Ausflüge ins Reality-TV mit der Dokureihe "Sarah & Marc crazy in Love" mit ihrem damaligen Ehegatten Marc Terenzi. Mit inzwischen drei Kindern und neuem Lebenspartner geht es auch weg seit der Sendung "Sing meinen Song" weg von den englischsprachigen Texten. Stattdessen singt Connor jetzt auf deutsch - das Album "Muttersprache" ist komplett auf diese Schiene aufgebaut und kommt beim Publikum sehr gut an; jüngst wurde sie auch für den Echo in den Kategorien "Bestes Album" und "Künstlerin Rock/Pop national" nominiert. 

Bei ihrem Konzert in der Arena Trier war der Frauenanteil erstaunlich hoch, dafür war aber der Altersdurchschnitt nicht wirklich fest zu machen: Neben jungen Teenagern waren auch ganze Familien anwesend mit Mutter, Tochter, Oma, ab und an hat sich in der Masse auch mal ein Mann versteckt. 

Auf der großen Bühne mit Steg ins Publikum fand nicht nur Sarah Platz, sondern neben ihr noch drei ergänzende Backgroundsängerinnen, gleich zwei Schlagzeuger - einmal herkömmlich, einmal Percussion - , drei Gitarristen und ein Keyboard. Daneben setzte man nicht auf Pyrotechnik oder große Show, lediglich Livebilder waren auf den großen Leinwänden der oftmals in rot gehaltenen Bühne zu sehen, die Sängerin selbst in schlichtem schwarz mit auffälligem Hut gekleidet.

Das rund zweistündige Programm enthielt neben dem gesamten aktuellen Album auch einige englischsprachige Songs, darunter auch "From Sarah with Love", allerdings in einer jazzigeren Version, und ein Medley der Anfangshits. Außerdem waren einige Cover zu hören, darunter Gregor Meyles "Keine(r) ist wie du".

Die ehemals sehr dancefloorlastig unterlegte Sarah Connor von damals hat sich mit ihren deutschsprachigen Songs gewandelt und schwimmt damit auf der Trendwelle mit, in der sie auch entsprechend aufzugehen scheint. Das Publikum war begeistert und begleitete die Sängerin textsicher bis zum letzten Song. 

Bildgalerie



Karte anzeigen