Stadtgespräch
23.12.2013 Julia Nemesheimer Veranstalter
 

10 Bands - 10 Minutes - 10 Questions

 
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​A Hurricane's Revenge machen seit 2007 Punkrock made in Trier. 2012 haben sie ihr erstes Album "Partially Ordered Relations" veröffentlicht. Wenn sie Beach Boys wären, hätten sie noch schönere Körper, behaupten sie zumindest.


Schreng Schreng & LaLa, das kongeniale Duo bestehend aus Jörkk und Lasse nahm schon im vergangenen Jahr mit ihrem Akustik-Punk mit deutschen Texten an der Veranstaltung teil. Mit ihrem Madonna-Cover haben sie sich ordentlich ins Zeug gelegt und man darf gespannt sein, in welcher Form die The Beach Boys von den beiden auf die Bühne gebracht werden.


Auf die Frage, warum sie bei 10 Bands 10 Minuten mitmachen, antworteten sie: "Man hat uns mit Bitburger in 0,33-Dosen gelockt. Allerdings haben wir vor ein paar Tagen erfahren, dass es diesmal gar kein Dosenbier geben wird. Wir überlegen tatsächlich, ob wir nicht eine Gegenveranstaltung an der Tanke nebenan starten wollen."


Jawknee Music spielt außerdem bei A Hurricane's Revenge und Model for Monument mit. Solo setzt er auf sich und seine Gitarre und übt sich im Singer-Songwriter-Genre.


Ob es Songtexte gäbe, die er sich eintätowieren ließe, weil sie so unfassbar gut sind? Er meinte, dass er sich darüber keine Gedanken machen müsse, weil er das eh nie tun würde. "Dann lieber ein Gitarrenriff. "Cowboys from hell" von Pantera zum Beispiel."


Columbus was wrong besteht seit Anfang 2012, macht deutschsprachigen Singer-Songwriter Poppunk, bezeichnet ihren Musikstil selbst als Gediegencore und veröffentlichte bisher die EP "Luftschloss".


Jörg, der Sänger findet, dass das Beste an Trier für die Musiklandschaft das Exhaus als Dreh- und Angelpunkt und ansonsten der neue Gemüse-Döner ist.


Señor Karoshi war mal Corman und ist jetzt in gleicher Formation und ähnlicher Musik aber mit anderer Sprache (deutsch) wieder da. Am vergangenen Freitag war die Release-Party der frisch erschienen EP. 


Für sie können zehn Minuten richtig lange sein, wenn man auf der Bühne feststellt, daß das Käsebrötchen mit Majo eben im Catering nicht mehr ganz frisch gewesen ist.


Herr Berlin machen Indierock mit deutschen Texten und hat das Album "Decoder" zwar schon im Kasten, aber noch nicht auf dem Markt. Auch hier konnte das Projekt dank Crowdfounding umgesetzt werden.


Sie finden Trier trotzdem besser als Berlin, weil man herrlich ignoriert wird und dadurch alles machen kann!


Kornelius Flowers ist den meisten bekannt als Martin Schümmelfeder vom Exhaus oder von The Shanes. Mit seiner Band hat er vor kurzem den Deutschen Rock und Pop Preis in der Kategorie "Beste Country-Band" gewonnen. Jetzt ist er auch solo unterwegs und wie genau er klingt, kann man wohl erst heute Abend erfahren. 


Von The Beach Boys, die er ja covern muss hält er nicht so viel: "Obwohl sie für die Popmusik natürlich sehr prägend waren. Diese überkandidelten Gesänge nerven mich sehr schnell. Zuerst war das Motto von 10 Bands – 10 Minutes diesmal ja nicht "The Beach Boys" sondern "Ramones" – dafür hatte ich mir bereits den Song "Do You Wanna Dance" ausgesucht. Dann hieß es plötzlich "nein, doch nicht Ramones, sondern The Beach Boys" – war mir aber dann egal, denn von The Beach Boys gab es den Song auch schon und somit blieb für mich alles beim Alten."


vandermeer das Quartett mit der aus den Niederlanden stammenden Sängerin brachte vor kurzem dank einer gelungen Crowdfounding-Aktion sein erstes Album "Polygraph" auf den Markt. Die hunderttausend.de – Review findet man hier.


Von ihnen wollten wir wissen, welche Bands sie nie im Leben covern würden und ihnen fielen gleich zwei ein: "Queen, weil unsere Leggings die Überspannkraft zwischen den Gegensätzen der Astrophysik mit etwa nur 73 prozentiger Wahrscheinlichkeit tragen könnten. (Geh auf's Ganze!) Und Pink Floyd, weil wir nur zu viert sind. (ganz entgegen der von "van der Rohe" zelebrierten These "weniger ist mehr", sowie der lauthalsen Forderung nach dem Cover-Bandnamen "Fünf Loyd"!)"


Monopeople sind zwei Leute, ein Bass und ein Schlagzeug. Was man hört, klingt nach einer ganzen Fußballmannschaft, die alle möglichen Instrumente auspackt. Auffällig ist eine Affinität zu nordamerikanischen Ureinwohnern und damit zusammenhängenden Begriffen, zumindest den Musiktiteln nach zu urteilen. Da ihre Songs nicht gerade vor Lyrics strotzen, fragten wir, warum Lyrics eigentlich eher unwichtig sind. Sie meinten, in Video-Games wären auch keine. Das war dann Antwort genug.


Das Schlusswort hat Rant, die gibt es seit Anfang 2013 und ist von den auftretenden Bands die einzige Hardcore-Band mit Screams und Shouts: Das beste Bier ist Schnaps.​​

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