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Absurdes Theater mit Katharsis-Effekt

Der König stirbt – Neuinszenierung der TUFA Trier

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​„In anderthalb Stunden stirbst du. Am Ende der Vorstellung bist du tot.“ So leitet die Frau des Königs den Loslassprozess ihres Mannes ein. Unter Regie von Melanie Telle inszeniert die TUFA Trier mit ‚Der König stirbt‘ (Le roi se meurt) von Eugène Ionesco einen Klassiker des Absurden Theaters. 


Ein über 400 Jahre alter König erfährt, dass er bald sterben wird, versucht dies jedoch mit allen Mitteln zu verdrängen. Gemeinsam mit den Figuren innerhalb des Königreichs erleben die ZuschauerInnen verschiedene Facetten, Sichtweisen, Bewältigungs- und Selbsttäuschungsstrategien der Vergänglichkeit. Die Auflösung materiellen Lebens wird exemplarisch verdeutlicht durch den Zerfall eines Königreichs und das Dahinscheiden einer königlichen Existenz. 

Die Neuinszenierung im Januar 2023 ist Teil der mehrjährigen Projektreihe ‚Der Tod und Wir‘, welche TUFA und Hospizverein Trier bereits seit 2020 gemeinsam veranstalten. Ziel der Reihe ist es, einer umfassenden gesellschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex einen Raum zu geben. Dies ist bereits in herausragender Weise gelungen und in den letzten drei Jahren wurden nicht nur zahlreiche Veranstaltungen verschiedenster Genres zu dem Thema entwickelt, sondern auch unterschiedliche Kooperationen geknüpft, wie beispielsweise mit der Hochschule oder der Universität Trier mit der kürzlich gezeigten Ausstellung ‚Die Angst vor dem tanzenden Tod‘. 

Leider stand die Projektreihe jedoch in den ersten beiden Jahren im Schatten der Corona-Pandemie und so konnten einige Veranstaltungen, nicht im geplanten Zeitrahmen stattfinden. Darunter auch eine Neufassung des Theaterstückes ‚Der König stirbt‘. Diese steht nicht nur im thematischen Kontext, sondern auch in besonderer Verknüpfung zur TUFA: Das Stück war die letzte Inszenierung des 2019 verstorben Kulturmachers Gerd Freyberg, welcher sich über 30 Jahre in der TUFA und dem Theaterverein Katz Theater e.V. engagierte. Auch zu seinen Ehren ist es der TUFA ein Anliegen, die Produktion, die aufgrund der Pandemie mehrmals verschoben werden musste, im Januar 2023 im Kontext der Projektreihe nachzuholen. 

Die Premiere findet am 13.01.2023 im großen Saal der TUFA Trier statt, weitere Termine und Infos sind unter tufa-trier.de zu finden. 

Gerd Freyberg im Volksfreund (2018) zu seiner letzten Aufführung des Eugène Ionescos Einakter „Der König stirbt“: „Ich freue mich mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge auf die Theateraufführung des Théâtre Gérard am Donnerstagabend. Es ist wunderbar, mit diesem Ensemble zusammenzuarbeiten. Aber es ist für mich auch der Abschied von der Bühne nach 30 Jahren Tufa-Theater.“ 
 


Der Autor: 
Eugène Ionesco war ein französisch-rumänischer Autor. Er gilt als bedeutendster französischer Dramatiker der Nachkriegszeit und als ein führender Vertreter des absurden Theaters. Ab den 1980er Jahren trat Ionesco auch als Maler hervor. 

Besetzung: 
Melanie Telle – Regie 
Der König – Michael Roller 
Königin Margarete – Sandra Karl 
Königin Maria – Barbara Zeltinger 
Der Arzt – Clemens Pretz 
Julchen – Katja Büdinger 
Der Wächter – Elke Hennig 

Aufführungsrechte bei Theater-Verlag Desch GmbH Berlin | www.theaterverlagdesch.de 

Mit Unterstützung der Stadt Trier und der Sparkasse Trier. 



Termine: 
Premiere 13.01.2023, 20 Uhr, Großer Saal TUFA 
Weitere Termine: 18.01. | 20.01. | 26.01. | 28.01.2023 




Foto: Michael Thielen

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