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letzter Ausstellungstag

Fotografische Portraits: Vulkanland Eifel - von Eddi Meier

​Als etwa 2014 die Vulkanberge in der Eifel abgetragen werden sollten, um Basalt und Lava zu gewinnen, hat sich der Fotograf Meier die vielen kleineren Vulkane vor die Linse genommen.

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Mit fotographischem Können und visuellem Feingefühl: Engagement für den Erhalt der einzigartigen Eifel-Landschaft 
Eddi Meier ist Hobbyfotograf mit tiefgründigem Engagement. Seit 2014 befasst er sich mit den Vulkanen in seiner Heimat, der Eifel. Seine Fotoaufnahmen in schwarz-weiß sehen aus und wirken teilweise wie Gemälde, entrückt von der eigentlichen Landschaft. Diese portraitiert er geradezu als Plädoyer, damit diese einzigartigen Landschaften in ihrer natürlichen Originalität erhalten bleiben. „Vulkanland“ ist Titel dieser Gast-Ausstellung der Fotographischen Gesellschaft Trier in der Tuchfabrik in Trier, die bis zum 04. Oktober zu sehen ist.
Vorsitzende Rita Grotowski ging in ihrer Begrüßung auf Vita und Motivation des Fotografen ein: Der Fotograf ist in Berlingen in der Vulkaneifel aufgewachsen. Diese Landschaft hat ihn geprägt, und die will er in ihrer Originalität erhalten. Es ist seine Heimat. Anlass, dass er sein fotografisches Talent einsetzt, um mit seinen Bildern den Wert und die Einzigartigkeit der Naturlandschaft Eifel den Menschen zu visualisieren.
Gezeigt werden schwarz-weiß-Aufnahmen des Fotografen, der die Eifellandschaften mit Liebe und herausragendem fotografischem Können und Talent wie ein Portrait widerspiegelt. Auf seinen Fotos ragen kleine und größere Vulkane in einer weiten Eifel-Landschaft aus der Bildfläche auf. Meier portraitiert diese „Vulkanlandschaften“ und rückt sie ins Bewusstsein, indem er ihren einzigartigen Charakter explizit in seinen Fotoaufnahmen hervorhebt mit dem Ziel die „Vulkanlandschaften“ in ihrer Originalität gegen den Abbau von Lava und Basalt zu erhalten: „Maare, Lavaströme und Quellen mit natürlicher Kohlensäure sind heute sichtbare und beeindruckende Zeugen einer Zeit, in der die Eifelvulkane kilometerhohe Rauch- und Feuersäulen ausspien.“
Die Fotoarbeiten sind präzise, technisch exzellent und mit Können und visuellem Feingefühl aufgenommen. In ihrer Klarheit und Ausdruckskraft fangen sie den Betrachter ein, lösen Fragen aus: Wie kommt es, dass ein Fotograf diese Vulkanlandschaften so prägnant festhält?
Die Antwort gibt Eddi Meier selbst: Sein fotografisches Engagement für die Vulkanlandschaften“ startete er 2014, als mit dem Abbau von Lava und Basalt bereits ganze Berge verschwunden waren, wie etwa der Radersberg und der Goßberg.  Der Abbau sollte dann von 400 Hektar um das Fünffache erweitert werden. Das hätte bedeutet, dass weitere Berge verschwinden und sich das Gesicht der Landschaft radikal verändern würde. Damit wäre die Einzigartigkeit der Eifellandschaft unwiederbringlich verloren. 
So schreibt Meier: „Die Vulkanlandschaften sind die mächtigsten Relikte dieses Naturschauspiels. Heute sind es noch rund 240, die der Landschaft ihren einzigartigen Charakter verleihen.“ Die Vulkanhügel und die imposante Landschaft ziehen Menschen an, die dort Erholung und Ruhe suchen: Somit eine Touristenattraktion, die den Einheimischen und der Region wirtschaftliche Mittel zufließen lässt. Inzwischen wurden die Pläne revidiert und so bleibt die Landschaft weitgehend so erhalten, wie die Natur sie geschaffen hat.
Für jedes einzelne Motiv auf seinen Fotos hat Meier die Orte mehrfach aufgesucht und manchmal Stunden ausgeharrt – oft vergeblich – damit er das richtige Licht, das ausgefallene Wolkenspiel, eingefangen bekommt, erklärt er seine Arbeitsmethode. Und das macht den malerischen Eindruck seiner Fotografien aus: Im Hintergrund eines kleinen Vulkanberges beleuchtet die Natur den dunklen Berg, rückt ihn ins Zentrum, im Vordergrund breitet sich die weite flache Hochlandschaft aus. Z.B. in Bildern wie etwa der „Sassenberg“ bei Berlingen, oder der „Hochstein“ bei Mendig. 
Manchmal sind die Vulkanberge nur kleine bewaldete Hügel, die dunkel aus der Landschaft hervorragen, manchmal liegt über ihnen ein Wolkenpanorama wie beim „Ernstberg“, und manchmal vernebelt die Wetterlage die Szene, sodass der Vulkan wie eine Silhouette durchschimmert, weich verzerrt, alles liebevoll und gekonnt vom Fotografen inszeniert.
Eine sehenswerte Ausstellung eines engagierten Fotografen für die Vulkanlandschaften seiner Heimat, der Eifel.
Eddi Meier stellt als Gast der Trierer Fotografischen Gesellschaft seine Arbeiten in Trier aus. Die Ausstellung ist bis zum 04. Oktober 2022 in der Tuchfabrik in Trier zu sehen.Die schwarz-weiß-Fotografien mit natürlichen Lichteffekten und weiten Landschaften, in denen kleine Hügel, Vulkane, hervorragen halten diese „Vulkanlandschaften“ fest.
 




Foto: Eddi Meier

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