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PARABELSTÜCK VON BERTOLT BRECHT

„Der Gute Mensch von Sezuan“

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Am Samstag, den 24. September 2022 findet um 19:30 Uhr die Premiere des Klassikers „Der Gute Mensch von Sezuan“ in einer Inszenierung von Christina Gegenbauer statt. Brechts musikalisches Lehrstück zeigt anschaulich, wie Egoismus, Gier, Korruption und Geld unser gesamtes Leben, vor allem aber auch unseren Selbstwert bestimmen. 

Das Leben in der Provinz Sezuan ist hart: Hunger, Armut und Korruption bestimmen den Alltag der meisten Bewohnerinnen und Bewohner der Hauptstadt. Eines Tages erscheinen dem Wasserverkäufer Wang drei Götter: Sie sind auf der Suche nach nur einem einzigen guten Menschen und bitten ihn, jemanden zu finden, der ihnen Obdach für eine Nacht gewährt. Die Prostituierte Shen Te ist schließlich die Einzige, die den Dreien ihr Zuhause unentgeltlich anbietet. Als sie den Göttern von ihrer Geldnot erzählt, schenken ihr diese ein kleines Vermögen. Der Armut entkommen, gilt es nun, der gute Mensch zubleiben, der sie ist. Doch kann dies in einer kapitalistischen Welt gelingen, in der die Menschen Shen Tes Hilfsbereitschaft gnadenlos ausnutzen, um zu überleben? 

Shen Te und ihr Versprechen an die Götter werden auf eine harte Probe gestellt. Und so erfindet sie einen Vetter, Shui Ta, in dessen Rolle sie schlüpft, um sich gegen die Ausbeuter in ihrem Leben zur Wehr zu setzen. Ihr Alter Ego beweist: Nur wer seine moralischen Maßstäbe an die Welt anpasst, überlebt... 

Was bedeutet moralisches Handeln in einer Welt, in der der Wert eines Menschen über seinen sozialen Stand bestimmt wird? Muss am Ende der Anspruch der Götter, „gut zu sein und doch zu leben“ scheitern?​



Foto: Theater Trier

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