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OPER IN ACHT KAPITELN, NACH DEM ORIGINALLIBRETTO

Macbeth Underworld

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​Letzte Spielzeit konnten die ZuschauerInnen des Grand Théâtre Macbeth erleben: Die Musik von Verdi und die Inszenierung von Michael Thalheimer haben den wahnsinnigen Ehrgeizwettlauf, die unwiderstehliche Gewaltspirale, die schrecklichen Ängste und die verhängnisvolle Bestrafung angetrieben.

Pascal Dusapin hinterfragt diese grausame Geschichte aufs Neue aus einer dezidiert zeitgenössischen Perspektive. Durch Edgar Varèse und Franco Donatoni geprägt sowie vom Jazz beeinflusst, entwickelt er einen ganz eigenständigen Stil. Sein Sinn für Melodie ermöglicht ihm, die Intonation der Stimme in instrumentalen Kompositionen wiederzugeben.  

Mit seinem Librettisten Frédéric Boyer hat Dusapin Macbeth ins Jenseits verlegt. Alle Figuren sind tot, aber manche wissen es nicht: Macbeth, Lady Macbeth, der Geist von Banquo, das Kind ... Das tote Kind ist der Eckpfeiler der Schuld, die die Macbeths verfolgt. In einer opernhaften Vorhölle gefangen, sind sie dazu verdammt, ihre Vergangen-heit in einem von alptraumhaften Wesen bewachten Jenseits noch einmal durchzuleben. Als Sinnbild des Bösen zieht uns Shakespeares Paar hinab in die dunkelsten Regionen der menschlichen Seele.​

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