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Theaterstück von Peter Schaffer

Amadeus

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Eine Kirche in der norditalienischen Stadt Legnago, 1766. Der sechzehnjährige Antonio Salieri betet zu Gott. Er bittet ihn, aus ihm einen großen Komponisten zu machen, ihn „wie ein Komet am Firmament Europas aufstrahlen“ zu lassen. Am folgenden Tag erscheint ein Bekannter der Familie und ermöglicht ihm ein Musikstudium in Wien. Dort steigt er zum Hofkomponisten auf. Alle seine Wünsche scheinen in Erfüllung gegangen zu sein. Doch dann kommt Mozart, einer der größten Künstler aller Zeiten, der seine Kollegen mit spielerischer Leichtigkeit in den Schatten stellt.
Bereits kurze Zeit nach Mozarts Tod kursiert das Gerücht, er sei keines natürlichen Todes gestorben, sondern das Opfer eines Giftmordes geworden. Der Hauptverdächtige ist niemand anders als sein langjähriger Konkurrent und Neider Antonio Salieri. Und obwohl es für einen Mord keinen einzigen Beleg gibt, hält sich dieses Gerücht bis heute hartnäckig.
Handelt es sich nur um eine Verschwörungstheorie, die Alexander Puschkin zu einem Theaterstück inspirierte, Nikolai Rimski-Korsakow zu einer Oper, Peter Shaffer zu einem weiteren Stück und schließlich Miloš Forman zu einem mit acht Oscars ausgezeichneten Film? Oder beinhalten diese alternativen Fakten eine sehr greifbare, tieferliegende Wahrheit über die paradoxale Beziehung zweier Rivalen?
Wirklichkeit und Fiktion, kalte unbestreitbare Tatsachen und süße kleine Lügen verschmelzen in Peter Shaffers erfolgreichstem Drama zu einer spannenden Reflexion über das Wesen von Künstlern, ihre Abhängigkeiten und Widersprüchlichkeiten, über ihre Intrigen, vor allem aber natürlich über ihre Musik. Ein passendes Thema zum 25-jährigen Jubiläum des Künstlerkollektivs Independent Little Lies, in dessen Rahmen dieser Theaterklassiker des 20. Jahrhunderts aufgeführt wird.

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