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Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller

Kabale und Liebe

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Ferdinand, Sohn des Präsidenten von Walter, schwärmt für Luise, die Tochter des Musikers Miller. Die junge Frau erwidert die Gefühle mit gleicher Leidenschaft, doch sowohl Ferdinands als auch Luises Vater lehnen eine Verbindung der beiden strikt ab. Der Vater Ferdinands will seinen Nachwuchs vielmehr mit der einflussreichen Lady Milford vermählen, der Mätresse des Herzogs. Er erhofft sich dadurch seinen Einfluss bei Hofe zu erhöhen. Lady Milford hingegen kann schon allein aus Liebe und Prestigegründen nicht mehr auf Ferdinand verzichten. Luises Vater ist davon überzeugt, dass seine Tochter für jemanden wie Ferdinand doch nur ein vorübergehendes Spielzeug sein kann. Ferdinand rebelliert gegen seinen Vater und will mit Luise flie hen. Gemeinsam mit seinem intriganten Sekretär Wurm, der seinerseits um Luises Gunst buhlt, erdenkt sich Ferdinands Vater daher einen perfiden Plan. Die Schlinge der Intrigen zieht sich immer mehr zu und öffentliche und private Interessen verschwimmen – ihr Leben scheint Luise und Ferdinand schon lange nicht mehr zu gehören. Eifersucht kommt auf und eine unaufhaltsame Kette tragischer Ereignisse wird in Gang gesetzt …

Der 25-jährige Friedrich Schiller schrieb Kabale und Liebe auf der Flucht. 1782 musste er das damalige Württemberg verlassen, Herzog Carl Eugen hatte ihn nach einem unerlaubten Ausflug festnehmen lassen und verbot ihm jegliche schriftstellerische Betätigung. Auf dem Gut einer Gönnerin soll sich Schiller in deren 17-jährige Tochter verliebt haben – eine aussichtslose Liebe aufgrund von Schillers schwieriger gesellschaftlicher und sozialer Position. Beide Erlebnisse – die Flucht, sowie die unmögliche Liebe zu Caroline zu Wolzogen – flossen in die Handlung von Kabale und Liebe ein. Das berühmte bürgerliche Trauerspiel Schillers ist weit über die Problematisierung von Standeskonflikten hinaus ein radikaler Versuch des Menschen, innerhalb festgelegter gesellschaftlicher Machtinteressen den eigenen Glücksanspruch durchzusetzen.

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