Verführer, Womanizer, Erotomane, Frauenheld, Macho - Don Giovanni wird getrieben von einer unstillbaren erotischen Obsession, die er schonungslos auslebt und der die Frauen immer wieder verfallen. Zu einer dauerhaften Liebesbeziehung nicht fähig, zieht er sich zunehmend den Hass der abgelegten Liebschaften zu. Als er den Vater seiner neuesten Eroberung Donna Anna bei einer Auseinandersetzung tötet, gerät er ins Visier seiner Gegner.
Der Jäger wird zum Gejagten. Doch da Giovanni nicht bereit ist, seine amourösen Gewohnheiten abzulegen, zieht sich die Schlinge zu. Am Ende erliegt er einem Komplott seiner moralisierenden Widersacher. Vor dem unbeugsamen Provokateur öffnet sich der Abgrund.
Schon Goethe sah in Mozarts "Don Giovanni" das perfekte Opernwerk, weil in ihm auf einzigartige Weise die dunklen Aspekte der menschlichen Psyche und pointenreiche Situationskomik verwoben sind. Die Traditionen der opera seria wie der opera buffa zusammenführend, gelang Mozart mit seinem "dramma giocoso" eine grundlegende und zukunftsweisende Neukonzeption von Musiktheater.
Das am 29. Juli 1787 am Gräflich Nostizschen Nationaltheater in Prag erstmals aufgeführte Werk verweist anhand der erotischen Libertinage eines Einzelnen auf die durch die Aufklärung geforderte Emanzipation des Individuums in bereits vorrevolutionärem Geist (chb).
Künstlerische Leitung:
- Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi
- Inszenierung: Thomas Münstermann
- Ausstattung: Axel Schmitt-Falckenberg
- Dramaturgie: Dr. Peter Larsen
Ticket-Info:
Theaterkasse Tel.: (0651) 718 18 18