


Montag, 30.01.2012
"Amado, ein Kriegsmärchen"
Der Krieg im Kopf
Am Kapuzinertheater feierte am Freitag, den 27. Januar 2012 die Inszenierung "Amado, ein Kriegsmärchen" Premiere. Die luxemburgische Regisseurin Anne Simon brachte die deutschsprachige Uraufführung auf die Bühne. Im hunderttausend.tv-Interview erklärt sie, vor welchen Problemen das Ensemble stand - und warum es ihr so wichtig ist, eine Geschichte wie diese zu erzählen.
Luxemburg. "Es reicht nicht, dass der Krieg vorüber ist. Man muss auch dafür sorgen, dass alle es mitkriegen." Mit diesem Satz bringt der irakische Autor Nahidh Al-Ramadhani in wenigen Worten auf den Punkt, worum es in "Amado, ein Kriegsmärchen" geht. Die Geschichte über den japanischen Soldaten Amado, der 30 Jahre nach Kriegsende auf einer einsamen Insel aufgefunden wird, kam am vergangenen Freitag in Luxemburg zur deutschsprachigen Uraufführung.
Ein Stoff, der viele Fragen birgt. Regisseurin Anne Simon erklärt im hunderttausend.de-Interview, wie man sich auf der Bühne des Kapuzinertheaters der Thematik genähert hat - und vor welchen Problemen das europäische Ensemble stand. Zu sehen ist die Produktion noch bis zum 2. Februar 2012. Ein Abend, der sich nicht nur aufgrund der raffiniert erzählten Geschichte und kluger Regie-Einfälle lohnt, sondern auch wegen des hochkarätigen Schauspiels von Steve Karier und Wolfram Koch.
– von Kathrin Schug