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Freitag, 09.10.2009
»Faust I/II« im Theater Trier
Ein Klassiker im modernen Gewand
Faust I/II feiert am 10. Oktober als gut dreistündiges Stück im Theater Trier Premiere. hunderttausend.de sprach mit Regisseur Matthias Gehrt und Ali Samadi Ahadi über die Inszenierung.
Foto: Screenshot
WebTV (YouTube)
Zerrissen in seinem Erkenntnisdrang und dem Wunsch nach Weltaneignung, Liebe und Macht, lässt sich Faust auf eine von Mephistopheles initiierte Reise mit unbestimmtem Ziel ein. Als er auf Margarethe trifft und ihre spontane Zuneigung erwidert, gerät er in einen buchstäblichen Teufelskreis und stürzt sie ins Unglück.
Dem Vergessen folgt die Fortsetzung seiner Expedition, die ihn jedoch in der »klassischen Walpurgisnacht« einmal mehr mit seinen innersten Sehnsüchten konfrontiert. Der Vollkommenheit immer weiter entrückt, greift er schließlich zu einem letzten Mittel und beabsichtigt, ein neues Weltreich zu gründen. Doch seine Utopie mündet in Zynismus, Krieg und Zerstörung.
Im Video-Interview sprechen Matthias Gehrt und Ali Samadi Ahadi über die Inszenierung, ihre Besonderheiten und die Aktualität der Thematik.
– von Johannes Friedrich