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| Stadtgespräch | |
| »tempo90« fällt aus;»Die persönliche Enttäuschung wiegt schwer« | |
| Die Geburtstagssause des populären Drum’n’Bass-Kollektivs »tempo90«, die für den 15. März geplant war, fällt aus - weil der Club »D.own U.nder« in der Neustraße Knall auf Fall schließen musste. hunderttausend.de sprach mit »tempo90«-Mann myom über die Hintergründe. | |
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| hunderttausend.de: Im März wird tempo90 sieben Jahre alt - das sollte auch angemessen gefeiert werden. Eine gute Woche vorher habt Ihr die Geburtstagsfeier einfach abgesagt: Was ist denn da passiert? myom: Wir haben ca. eine Woche vorher die Nachricht erhalten, dass das »D.own U.nder« zum vereinbarten Termin geschlossen sein wird, da es Probleme mit dem Ordnungsamt gibt. Dies stand so auch kurzzeitig auf der »D.own U.nder«-Webseite, die inzwischen aber abgeschaltet wurde. Genaueres ist mir bis dato nicht bekannt. Den Partyveranstaltern, die vorher im »D.own U.nder« aktiv waren, wurde das »Barocco« am Viehmarkt als Ausweichstätte angeboten. Warum geht Ihr auf diese Möglichkeit nicht ein? Wenn wir darauf eingestiegen wären, würden wir jetzt nochmal dumm da stehen: Wie ich gerade von einem bisher dort tätigen DJ erfahren habe, wurde das »Barocco« nicht wie angekündigt vom »Emu’s« [das Restaurant, das das »D.own U.nder« beherbergte, d. Red.] übernommen und bleibt ebenfalls für eine Weile geschlossen. Unabhängig von dieser Info spricht dagegen, dass das »Barocco« für Veranstaltungen dieses Kalibers nicht ausgestattet ist und zudem bei unserer Zielgruppe keinen besonders guten Ruf besitzt. Bevor ich ausgerechnet an unserem Jubiläum etwas Halbgares mache, mache ich lieber nichts. Und eine andere Möglichkeit - anderer Ort, vielleicht ein, zwei Wochen später - hat's für Euch nicht gegeben? Als ich von der Schliessung erfuhr, befand ich mich noch für ein paar Tage im Ausland und war entsprechend handlungsunfähig, eine Alternative aufzutun. Vernünftige Locations sind in Trier ja ohnehin ein Problem, so kurzfristig ist das extrem schwierig. Einer kurzfristigen terminlichen Verlegung kommen außerdem unsere beruflichen Verpflichtungen in die Quere. »t90«-DJane Semuta ist z. B. erstmal für ein paar Wochen im Kosovo, Energie in Wichtigeres stecken (lacht). Du klingst insgesamt ganz schön angefressen. Kannst Du Dir trotzdem vorstellen, in der Zukunft mit »tempo90« im »D.own U.nder«-Umfeld weiterzuarbeiten? Nein. Dass uns die Probleme nicht rechtzeitig mitgeteilt wurden, kostet uns nun richtig Geld: Unsere Drucksachen für März und April sind wertlos, als Promoter sind wir gegenüber den gebuchten Künstlern für den Ausfall verantwortlich usw. Daneben wiegt auch die persönliche Enttäuschung schwer: Alle Veranstalter haben hohes Engagement in den Club eingebracht. Und weil jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, stehen wir nun vor den Scherben. Klarstellen muss man, dass der direkte Ansprechpartner für Veranstalter ja Artur [Bonarski] von »Trevamassive« war, der mit diesem Desaster wenig zu tun hat. Vielmehr wird der Arme wohl eine böse Überraschung erleben, wenn er am Sonntag aus seinem Urlaub zurückkehrt. Und so ganz allgemein, »tempo90« und Zukunft? »tempo90« ist für uns ein Hobby, das Spaß machen soll. Neben dem Day-Job kann das ohnehin schon mal stressig werden und solche Aktionen dämpfen die Motivation natürlich ungemein. Aber: Nachdem ich am Samstag recht deprimiert die Absage bekannt gegeben hatte, besuchte ich abends einen der besten Drum&Bass-Clubs Europas und.war wieder ganz Feuer und Flamme: Trier braucht das und wir werden sehen, was möglich ist. | |
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