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SPY KOWLIK bei »NeueSaiten«; Ska ohne Grenzen und Barrieren
Seit zehn Jahren rockt die Ska-Formation SPY KOWLIK die Bühnen in und um Trier. Am 29. Januar ist die mitreißende Live-Show der siebenköpfigen Truppe im »KulturGut« am Domfreihof zu sehen.
 
 
Autor: Lena Gouverneur | Foto: Promo
 
Trier. »NeueSaiten« im Trierer Kulturgut: Mit der gleichnamigen Veranstaltungsreihe, lädt das neue Kulturzentrum am Domfreihof ein zu einer gehörigen Portion Tanzmusik. Den Anfang macht die Trierer Ska-Formation SPY KOWLIK.

Die einstige Studentenband, die sich 2000 aus den TEENAGE IDOLS formierte, ist mittlerweile zwar erwachsen, aber kein bisschen leiser geworden. Mit einer neuen Platte im Gepäck und ungebrochener Spielfreude wollen die Ska-Rocker ihrem Publikum auch in diesem Jahr wieder tanzbare und rockige Livemusik servieren. »Der Spaß steht für uns an erster Stelle, wir wollen mit unserem Publikum zusammen feiern«, sagt Sänger James Marsh, der seit 2005 dabei ist.

Dass sich in zehn Jahren Bandgeschichte die bis vor kurzem achtköpfige Besetzung hin und wieder ändert, bleibt natürlich nicht aus. Neue Bandmitglieder brachten immer wieder kreative Ideen in das bewährte Klangkonzept der Ska-Band ein und sorgten auf diese Weise in den vergangenen Jahren regelmäßig für frischen Wind in der »basisdemokratisch« regierten Truppe. Die unterschiedlichen musikalischen Wurzeln der erstklassigen Musiker, die von Soul und Hip Hop über Jazz bis hin zu Heavy Metal reichen, haben den lebendigen SPY KOWLIK-Sound von heute geprägt.

Polyglottes Liedgut

Wer musikalische Grenzen aufbrechen kann, macht auch vor sprachlichen Barrieren nicht halt. So hat eins der neuen Stücke einen spanischen Refrain, »ein anderes ist in Italienisch geschrieben«, erzählt James Marsh. »Variabler« seien sie geworden, beschreibt der Frontmann die stilistische Entwicklung der Band.

Elemente aus Reggae und Rockabilly ergänzen den rockigen Ska-Sound der ausschließlich eigenen Kompositionen, raffiniert arrangierte Stücke wechseln sich mit straighten Nummern ab – nur langweilig wird es nie. »Wir mögen auch mal einfach arrangierte Songs«, sagt der Sänger und fügt hinzu: »Aber dann muss wenigstens im Refrain etwas Besonderes kommen.«

Gespielt wird was gefällt, und das Konzept geht auf. Im letzten Jahr rockten die Trierer als einer der Headliner das »RACT-Festival« in Tübingen, wo sie 3000 begeisterte Besucher zum Tanzen brachten. Wiederholung nicht ausgeschlossen. »Wir würden natürlich auch in diesem Sommer gerne wieder auf einem Festival spielen«, sagt Marsh, »vor so vielen Leuten auf der Bühne zu stehen ist toll.«

Ein gemeinsamer Auftritt der sieben Musiker, die alle hauptberuflich anderweitig verpflichtet sind, grenzt allerdings an eine logistische Meisterleistung. Doch auch wenn die Auftritts-Planung nicht mehr so spontan vonstattengehen kann wie noch zu Studienzeiten, den Spaß auf der Bühne hat die Band auch nach zehn Jahren SPY KOWLIK nicht verloren (jek).

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