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»Ausweg Neon«;Neue Klänge in der Luke
Eine kleine Revolution für Lucky's Luke: Seit Januar tönt es an jedem letzten Donnerstag des Monats elektronisch aus der Rock- und Kino-Kneipe in Trier-West, das nächste Mal am 25. Februar.
 
 
Autor: Jens Kirschner | Foto: Promo
 
Trier. Die Donnerstage in Trier sind auf der westlichen Seite der Mosel um ein neues Partyformat reicher. Kneipenbesitzer Jockel Ternes schenkte zwei seiner Bedienungen in Lucky’s Luke den letzten Donnerstag jedes Monats. Esther Arend und Katharina Müller zeichnen seit Januar dafür verantwortlich, dass am Tag des studentischen Hochamts auch ein Ausweg für alle Indie-Freunde bereitsteht.

Folgerichtig verliehen die beiden Modedesign-Studentinnen ihrem Baby den Titel »Ausweg Neon«. Eine Notgeburt, denn auch wenn der Donnerstag sicherlich einer der besten Tage ist, um das Haus zu verlassen, blieb das musikalische Angebot für beide eher unattraktiv. »In Trier gibt's wenige Orte, an denen meine Musik gespielt wird und wohin ich gehen würde«, sagt Esther.

Die Luke als »Kneipe mit authentischem Rock-Charakter«, wie die 24-jährige ihren Arbeitsplatz beschreibt, bot für sie und Katharina Müller nach kurzer Rücksprache mit dem Chef das Forum, um eigene Musikwünsche zu erfüllen. Dass Jockel Ternes den Beiden hierfür einen der Luke-Donnerstage anbot, ist der Tatsache geschuldet, dass etablierte Indie-Formate wie »Panic Club« lieber an Freitagen von statten gehen.

Neue Töne fürs Stammpublikum

Das Musik-Programm steht den Etablierten dennoch in nichts nach: »Wir spielen im Wesentlichen Indie- und Postpunk-Musik. Wenn wir neue Sachen auflegen, dann vor allem Indietronic«, sagt Esther. Das Spektrum an Bands, die auf dem Plattenteller der beiden landen, erstreckt sich von DIGITALISM, THE RAPTURE, CHRYSTAL CASTLES über KEYS, CONTROLLER.CONTROLLER und BLACK REBEL zu THE CURE, JOY DEVISION und PSYCHEDELIC FURS.

In der Wahl ihrer Musik unterscheiden sich die beiden Modedesignerinnen zwar, finden dann aber doch, sie würden sich in ihrer Funktion als DJs ganz gut ergänzen. Dass es an dieser Stelle zu keinen größeren Reibereien kommt, trifft sich auch privat gut für Esther und Katharina, schließlich teilen sie nicht nur den Plattenteller, sondern auch eine gemeinsame Wohnung.

In der Ausgestaltung ihres Konzepts stellte der Luke-Chef den beiden keine Steine in den Weg und zeigte viel Vertrauen: »Jockel hat uns einfach machen lassen.« Die neuen elektronischen Klänge am Ende jedes Monats mögen für das Stammpublikum der Luke etwas komplett Neues sein, dennoch wurde Ternes' Vertrauen in seine neuen DJs nicht enttäuscht, wie auch Katharina findet: »Ich war eigentlich eher pessimistisch, aber zur ersten 'Ausweg Neon' hatten wir überraschenden Zulauf.« Vor allem der Mädchenanteil sei an diesem Donnerstag merklich in die Höhe gegangen. Aber auch jenseits der Frauenquote konnten zur ersten Party alle zufrieden sein, wie Esther abschließend bemerkt: »Die Leute waren da und alle haben getanzt.«
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